Die aktuelle Website der Praxis für Hypnose in Hamburg (ehemals und auch in Zukunft: Frankfurt, in Zukunft auch: Sylt) hat ihren Dienst seit nun fast 10 (!) Jahren mit nur wenigen Änderungen verrichtet. Ein Update ist dringend nötig, nicht zuletzt um meinem neuen Angebot zur Kinderwunsch-Therapie den Platz einzuräumen, den es verdient. Als kleinen Appetithappen sehen Sie oben Familie Rettich, die Sie auf der neuen Website begrüßen wird. Seien Sie gespannt!

Vor gut einer Woche fragte mich eine Freundin: „Wieso stehen auf Deiner Praxis-Website denn keine Erfolgsberichte und Zitate von zufriedenen Klienten?“ Man sähe sie doch schließlich überall: Menschen, die berichten „Dank der Behandlung habe ich 30 Kilo abgenommen! Super gemacht, Frau X!“ oder „Nach nur einer Sitzung mit Hypnose Nichtraucher! Vielen Dank, Herr Y!“

„Wenn auf Deiner Website für Psychotherapie keine Zitate von begeisterten Klienten stehen, dann ist das doch schädlich für Dein Geschäft,“ sagte sie, und öffnete damit ein kleines Pandora-Döschen. Sicher könnte ich mit sehr vielen Zitaten und Dankesworte meiner Klientinnen und Klienten der letzten zehn Jahre aufwarten, aber gibt es einen triftigen Grund, diese Zitate nicht zu veröffentlichen: Das Gesetz verbietet es mir.

Nach dem Heilmittelwerbegesetz nämlich ist es – vereinfacht dargestellt – untersagt, Aussagen wie die oben genannten zu veröffentlichen oder damit zu werben. Wenn also ein Herr X mir schreibt, wie angenehm er die Arbeit fand und wie zufrieden er ist, muss das unter uns bleiben. Selbst im direkten Gespräch mit potentiellen Neu-Klienten darf ich keine anderen Klienten zitieren, ganz gleich wie begeistert sie waren.

„Aber wieso finde ich denn dann trotzdem so viele Zitate auf anderen Websites? Verstoßen die nicht alle gegen dieses Gesetz?“ fragte meine Freundin weiter, und ich bat sie, genauer nachzusehen, wo diese begeisterten Kundenzitate standen. Und siehe da, sie waren ausschließlich auf Websites von nicht-therapeutisch arbeitenden Coaches oder psychologischen Beratern zu finden, und immer bezogen sie sich auf Themengebiete, bei denen eine tatsächlich psychotherapeutische Behandlung nicht unbedingt indiziert war. Diese Anbieter sind, weil sie nicht therapeutisch arbeiten, nicht ans Heilmittelwerbegesetz gebunden, deshalb dürfen sie mit Fug und Recht Kundenmeinungen veröffentlichen.

Als Coach also darf ich ohne weiteres Zitate meiner Kunden veröffentlichen, doch sobald ich auch nur ein einziges Zitat eines Therapie-Patienten publik mache und damit direkt oder indirekt werbe, muss ich damit rechnen, dass mir ein Fax vom Gesundheitsamt, eine (teure) Abmahnung oder gar eine Anzeige ins Haus flattert.

Abgesehen davon: Nur weil 999 Leute Lakritz-Eiscreme lieben, muss das beleibe nicht heißen, dass auch der 1.000ste sie mag. Und wenn ich hier 100 Zitate zufriedener Klienten abdrucken würde, wäre das keinerlei Anhaltspunkt dafür, ob auch Sie mit der gemeinsamen Arbeit zufrieden wären. Eine Sammlung von Kundenstimmen, begeistert oder nicht, ist am Ende nicht viel wert, denn natürlich werden die negativen Kommentare – von denen natürlich kein Coach oder Therapeut verschont bleibt – niemals veröffentlicht. (Ganz abgesehen von der Unmöglichkeit, die Echtheit solcher Zitate zu überprüfen.) Der Nutzen geht immer gegen Null.

Das alles berichtete ich der Freundin, und sie verstand: „Dann ignoriere ich am besten die Kundenzitate? Und wie soll ich rausfinden, ob der Coach oder Therapeut zu mir passt?“ — „Ganz einfach,“ sagte ich. „Rufe an, fühle dem Herrn oder der Dame auf den Zahn, und vertrau auf Deinen Bauch, wenn Du Dich entscheidest.“

Sie atmete auf und lächelte.

Heißa! Beim Server-Umzug stieß ich auf alte Blog-Einträge der damaligen Website der Praxis für Lösungsorientierte Psychotherapie (damals noch in Frankfurt). Viele der inzwischen über fünf Jahre alten Einträge sind nach wie vor aktuell; in den nächsten TagenWochen lade ich sie hier nach und nach hoch.

„Was ist denn das für eine umständliche Berufsbezeichnung?“ fragen Sie sich vielleicht, wenn Sie das Berufsbezeichnungsmonster „Heilpraktiker (Psychotherapie)“ in der Überschrift dieser Website lesen. Und Ihre Frage ist berechtigt. Doch leider sieht das geltende Recht keine klaren Richtlinien vor, wie sich Leute, die die amtsärztliche Erlaubnis zur Ausübung der Psychotherapie haben, nennen dürfen.

Ich darf auf dieser Website zum Beispiel nicht schreiben „Mathias Maul, Psychotherapeut, Hamburg,“ und das obwohl ich in Hamburg die Psychotherapie ausübe. Psychotherapeut darf ich mich (zu Recht) nicht nennen, ganz einfach deshalb, weil ich kein approbierter Psychotherapeut bin und das PsychThG die Berufsbezeichnung Psychotherapeut für genau diese Personengruppe schützt.

Ich darf auch (zu Recht) hier nicht schreiben „Mathias Maul, Heilpraktiker,“ weil ich kein „Voll“heilpraktiker bin. (Was ich auch niemals sein wollen würde, aber das ist ein völlig anderes Thema.)

Und sogar die Schreibweise „Mathias Maul, Heilpraktiker (Psychotherapie),“ die viele Gesundheitsämter empfehlen, wurde kürzlich von einem Verwaltungsgericht untersagt. Auch wenn diese Entscheidung zur Zeit nicht rechtskräftig ist (und es wahrscheinlich niemals werden wird), macht dies deutlich, wie unklar die Rechtslage zu sein scheint.

Die einzig wirklich korrekte Bezeichnung für meinen Beruf wäre wahrscheinlich „Mathias Maul, dem 2001 nach einer Überprüfung durch den Amtsarzt die zeitlich unbeschränkte und bundesweit gültige Erlaubnis zuteil wurde, die Psychotherapie auszuüben, soweit sie im Rahmen des Heilpraktikergesetzes von (räusper) 1939 und den dazugehörigen Verordnungen geregelt ist.“ Aber das würde das Website-Layout endgültig auseinanderreißen, und diesen Schmerz will ich niemandem zumuten.

Ich mache Ihnen einen Vorschlag: Nennen Sie mich einfach beim Namen, und wenn Sie noch genauer wissen wollen, was es mit diesem merkwürdigen Hickhack um Berufsbezeichnungen zu tun hat, schreiben Sie mir eine E-Mail an hallo@plopt.de.

In Kürze werde ich einen weiteren Praxis-Standort auf der Insel Sylt eröffnen, sobald es soweit ist, werde ich hier alle Details schreiben: Zum Standort und den Packages für eine diskrete, geborgene Behandlung.

Schon jetzt steht fest, dass das Terminkontingent beschränkt sein wird, deshalb können Sie sich bei Interesse gern schon jetzt melden: Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff “Sylt” an hallo@plopt.de

Seit März biete ich einen neuen Schwerpunkt in der Praxis: Therapie bei Kinderwunsch. Vor, während oder nach einer Kinderwunsch-Behandlung können die verschiedensten psychischen Blockaden und Störungen auftreten.

Ich unterstütze in meiner Praxis sowohl Frauen als auch Männer, diese schwierige Zeit mit Kraft zu meistern. Alle Informationen zur begleitenden Kinderwunsch-Therapie mit Hypnose finden Sie hier.

Wussten Sie schon? Als Angesteller können Sie Anspruch auf bis zu €500 Zuschuss Ihres Arbeitgebers haben, um beispielsweise eine Raucherentwöhnung zu finanzieren.

Mehr Informationen sende ich Ihnen gern, wenn Sie eine E-Mail mit dem Betreff “Zuschuss” an hallo@plopt.de schreiben.

Vor einiger Zeit erschien mein Artikel mit dem Titel “Kurz und Herzhaft: Wie kurz geht Kurzzeitcoaching?” Die meisten Aussagen dieses Artikels gelten natürlich auch für die Psychotherapie.

Laden Sie den Artikel zum Kurzzeit-Coaching hier herunter.

Nach der Ausstrahlung meines TV-Interviews und der damit verbundenen Nachfrage biete ich allen betroffenen und interessierten Eltern und deren Kindern Sondertermine zu speziellen Konditionen an.

Schreiben Sie eine E-Mail mit dem Betreff “Sondertermine” an hallo@plopt.de.

*  Wieso steht da oben nicht „Psychotherapeut“ sondern „Heilpraktiker (Psychotherapie)“?